Pressemitteilung vom 22. 08. 2013
Bündnis 90/Die Grünen besuchten die Stadtwerke Soest

Der Ortsverband von Bündnis 90/Die Grünen hatte zur Besichtigung der Stadtwerke Soest eingeladen. Zur Besichtigung kamen am vergangenen Mittwoch ca. 20 Personen, auch Mitglieder des Gemeinderates von SPD und FDP, um sich ein genaues Bild von den Stadtwerken Soest zu machen, die schon seit 1887 Wasser für die Soester Bürger liefern. Herr Schröder, der technische Direktor und Herr Kein, der kaufmännische Direktor der Stadtwerke Soest führten die Besuchergruppe zunächst durch den Leitstand der Wasserversorgung. Hier wurde erläutert, wie die Wasserversorgung organisiert ist, auch die Versorgung Bad Sassendorfs. An Hand eines Leitungsplanes konnten die Besucher auch die 55 km Leitungen, die in Bad Sassendorf verlegt sind, einsehen. Ausführlich und kompetent wurden dann die Fragen zu den verschiedenen möglichen Entflechtungen des Wassernetzes im Zusammenhang mit der Konzessionsvergabe Wasser an die Gemeindewerke Bad Sassendorf und den damit einhergehenden Schwierigkeiten beantwortet. Ebenso wurden die Unterschiede in den Gutachten zur Bewertung des Wassernetzes dargestellt (1,8 Mio zu 5,5 Mio €). Der wesentliche Wert, so erfuhr die Besuchergruppe, ist nicht die Rohrleitung selbst, (ca. 10 - 20 %) sondern die Tiefbaukosten, genau genommen die Wiederherstellung der Oberflächenbeschaffenheit wie z.B. Acker oder asphaltierte Strasse mit diversen Leitungslagen. Es wurde auch deutlich, dass turnusmäßig ungefähr 1 % der Leitungen im Jahr erneuert werden.

Anschließend besichtigten der Ortsverband von Bündnis 90/Die Grünen und die interessierten Bürger den Hochbehälter in Hewingsen, wo heutzutage die Wasserversorgung durch die Stadtwerke Soest beginnt. Hier gab es einen direkten Einblick in die Techniken und das now how der Wasserversorgung. So nutzen die Stadtwerke das Gefälle von der Haar und kommen so ohne Pumpen aus. Diese kostensparende Technik kann bei der möglichen Wasserlieferung aus Beckum für Bad Sassendorf nicht angewendet werden, da es von Beckum aus Richtung Bad Sassendorf kein ausreichendes Gefälle gibt. Des Weiteren wurde kurz auch Fracking angesprochen (unkonventionelle Erdgasförderung) und welche Gefahren für die Wasserversorgung davon ausgehen. Dieses Thema konnte allerdings bei der schon fortgeschrittenen Zeit nicht abschließend und in der gebotenen Ausführlichkeit behandelt werden.