Pressemitteilung vom 31.03.2014
Grüne benennen Bürgermeisterkandidaten:

Der Ortsverband der Grünen in Bad Sassendorf hat einen eigenen Bürgermeisterkandidaten für die Kommunalwahl am 25. Mai nominiert. Karl Rusche, der Sprecher des Ortsverbandes Bad Sassendorf geht als Kandidat für das Bürgermeisteramt ins Rennen. Ich stelle mich mit meinen Qualitäten und Erfahrungen zur Verfügung, damit die Bürger eine etwas größere Auswahl haben, um den für sie richtigen Bürgermeister auszuwählen, erklärt Karl Rusche.

Karl Rusche sieht das Amt des Bürgermeisters im Wesentlichen als politische Aufgabe. Er will nicht der bessere Sachbearbeiter sein. In aller Regel arbeiten die Mitarbeiter der Gemeinde verantwortungsvoll im Sinne der im politischen Raum getroffenen Entscheidungen. Auch bemisst sich nach seiner Auffassung die Qualität eines Bürgermeisters nicht darin, bei der Bezirksregierung zweimal im Jahr ein neues Baugebiet zu beantragen. Darin stimmt er mit dem ehemaligen Umwelt– und Landwirtschaftsminister von NRW, Herrn Eckhard Uhlenberg (CDU) überein, der dies bei dem Besuch der Streuobstwiese neben dem Wintzingerode-Park geäußert hatte, auf der 70 Häuser neu gebaut werden sollten.

In der Wasserfrage sind alle im Rat vertretenden Parteien jetzt scheinbar für das Soester Wasser. Im November 2012 konnte man einen ganz anderen Eindruck gewinnen.

Karl Rusche hat sich damals als einer der drei Hauptakteure der Bürgerinitiative Bürgerwasser sehr für die Beibehaltung des weichen Soester Wassers engagiert. In der Zwischenzeit ist auch nicht zuletzt als Folge dieses Engagements der Ortsverband der Grünen in Bad Sassendorf gegründet worden. Die Grünen haben im vergangenen Jahr alle in Frage kommenden Wasserlieferanten besucht und sich umfänglich informiert, auch über die Konzessionsvergabe beziehungsweise Neugründung der Gemeindewerke. Karl Rusche wird sich dafür einsetzen, dass das weiche Wasser in Bad Sassendorf, Lohne und Heppen bleibt. Das bedeutet, dass die Situation wieder so wird, wie sie vor der Gründung der Gemeindewerke bezüglich der Wasserversorgung war.

Auch der Umgang mit Natur in Bad Sassendorf ist ein Themenfeld, bei dem er deutlichen Verbesserungsbedarf sieht. In diesem Winter wurde beispielsweise besonders deutlich, dass alle Baulastträger offensichtlich ihre Mitarbeiter mit Pflegemaßnahmen beschäftigt haben. Sie sind auch nicht durch witterungsbedingte Unterbrechungen dabei gestört worden. Diese Pflegemaßnahmen sind vielen Menschen negativ aufgefallen und als Rodungen empfundenen worden.

Ziel ist es, Bad Sassendorf, auch innerorts, ein naturnäheres Gesicht zu geben, um die Lebensqualität der Menschen zu erhöhen und damit auch die Attraktivität von Bad Sassendorf zu verbessern.

Ein weiterer wichtiger Aspekt seiner Zielsetzung ist es, Entscheidungsprozesse und ihre Hintergründe, wie auch die daraus resultierenden Handlungsweisen, transparenter zu machen. Denn die Stimme der Bürgerinnen und Bürger muss im Rathaus wieder Gehör finden, was sie mindestens in den letzten zwei Jahren nicht ausreichend gefunden hat, wie an den 3.600 ignorierten Bürgerstimmen bei der Wasserfrage deutlich wurde.

Beispielhaft neben der Wasserfrage ist hier der Umgang mit dem Niederschlagswasser zu nennen. Es ist den Menschen nicht erklärlich, warum es in Bad Sassendorf verboten ist, Niederschlagswasser allgemeinwohlverträglich in Eigenverantwortung zu versickern, während dies in anderen Kommunen ohne Probleme möglich ist. Da die technischen und rechtlichen Vorraussetzungen in den Kommunen nicht unterschiedlich sind, entsteht hier zwangsläufig der Eindruck von Willkür. Entscheidungen von Kommunen müssen für die Bürgerinnen und Bürger plausibel sein, damit sie auch einen hohen Grad an Akzeptanz erreichen können.

Bei den finanziellen Erblasten (Schule, Thermalbad, Salzwelten, Gemeindewerke), das den Bürgerinnen und Bürgern übergeben wird, kommt es sicherlich zu entsprechenden schwierigen Situationen, bei denen möglicherweise auch schmerzhafte Entscheidungen getroffen werden müssen. Das ergibt sich zwangsläufig aus der Prognose für die Haushaltssituation. Umso wichtiger ist es, mit den Bürgerinnen und Bürgern ins Gespräch zu kommen.

Zur Person:

Karl Rusche,

52 Jahre alt, verh.

Steinmetz und Steinbildhauer Ausbildung

Studium der freien Kunst in Braunschweig

Seit 1989 freischaffender Maler

Seit 2009 stellvertretendes Mitglied im Landschaftsbeirat