Pressemitteilung vom 17.04.2014
nach Besuch der Thermalbad GmbH von den Grünen
Thermalbad ist kein Familienbad

Die Bad Sassendorfer Grünen hatten zum Besuch der Thermalbad GmbH eingeladen und auch ca. 10 Interessierte Bürger nutzten die Gelegenheit und folgten der Einladung.

Auf Nachfrage erläuterte Herr Meck von der Saline, dass die Herauslösung des Thermalbades aus der Saline GmbH in 2012 deshalb geschehen sei, weil die Defizite nicht mehr von der Saline zu tragen gewesen seien. „In anderen Städten hätten Schwimmbäder meistens Stadtwerke zu ihrer Seite, die dann die Defizite auffangen würden. Deshalb hat die Gemeinde auch die Gemeindewerke gegründet“ so Herr Meck von der Saline, der über viele Jahre auch das Thermalbad als Technischer Leiter begleitet hat..

Dieses Argument konnte allerdings nicht überzeigen. Das Thermalbad ist kein „Familienbad,“ es ist ein zentraler Bestandteil des Kur- und Heilbetriebes und somit genau richtig in der Saline angesiedelt gewesen. Abgesehen davon, werden die Gemeindewerke entgegen den Darstellungen der Gemeinde auf absehbare Zeit keine Gewinne in der vorhergesagten Höhe abwerfen. (155.000 € jährlich)

Durch die Übernahme des Thermalbades durch die Gemeinde bleiben auch die Kosten der Sanierung und der Attraktivierung auf der Gemeinde hängen.

Die Energiekosten machen einen erheblichen Teil der Betriebskosten des Thermalbades aus. Die notwendigen Sanierungsarbeiten in Höhe von ca. 7 Mio € sollen sich über einen Zeitraum von zehn Jahren erstrecken. Es wird immer nur in kurzen zeitlichen Abschnitten in diesem Zeitraum gebaut. In den Bauzeiten soll es dann auch beispielsweise preisliche Anreize für die Besucher geben. Aus den Erfahrungen der vergangenen Jahre würden solche Angebote auch gerne angenommen. Einiges blieb allerdings dann trotzdem im Unklaren. Die erhofften Einsparungen bezüglich der Energiekosten, die nach Abschluss der Sanierung dann zu buche stehen, konnten nicht mit Zahlen unterfüttert werden.

Leider blieb der erhoffte Blick hinter die Kulissen den Besuchern an diesem Abend verwehrt. Aber aufgeschoben ist nicht aufgehoben und so ist zu hoffen, dass es diesen Blick noch vor dem 25. Mai geben wird.