Pressemitteilung vom 17.05.2014
Grüne zur Bedeutung der Grundgebühr bei der Wasserfrage

Für die Bürgerinnen und Bürger die sich für die Wasserfrage interessieren, besteht vielleicht noch weiterhin Informationsbedarf bezüglich der Grundgebühr. Die Grundgebühr hat Einfluss auf den Wasserpreis insgesamt für den Verbraucher. Legt man die Grundgebühr auf die Wassermenge um, kostet beispielsweise der m³ bei einem Jahresverbrauch von 50 m³ bei den Stadtwerken Soest 4,14 €, bei der doppelten Menge, also bei 100 m³ 2,82 € (Mengenpreis: 1,50 €), bei der Wasserversorgung Beckum 3,39 € und 2,24 € (Mengenpreis: 1,08 €), bei Lörmecke 2,33 € und 1,65 € (Mengenpreis: 0,88 €), bei den Stadtwerken Lippstadt 2,68 € und 1,84 € (Mengenpreis: 1,00 €) (Hausanschluss ohne Mwst). Deutlich wird die Bedeutung der Grundgebühr im Zusammenhang mit dem Mengenverbrauch. Bei Mietern oder Eigentümern gibt es, je nach Einzelfall, unterschiedliche Anrechnungen der Grundgebühr, was eine Darstellung schwer macht. Angaben zur Grundgebühr der Gemeindewerke Bad Sassendorf gibt es nicht. Vor diesem Hintergrund wird allerdings deutlich, wie das Versprechen, den Soester Wasserpreis zu halten, eingehalten werden könnte, indem nämlich die Grundgebühr entsprechend hoch angesetzt wird.

Zur Vervollständigung die Wasserhärten der vier möglichen Wasserlieferanten: Stadtwerke Soest: 7,3° dH weiches Wasser, Wasserversorgung Beckum: 10,2° dH Wasser mittlerer Härte, Lörmecke: 14,2 - 16° dH hartes Wasser, Stadtwerke Lippstadt: 16,7° dH hartes Wasser. Auffällig ist, dass es einen gewissen Zusammenhang zwischen hartem Wasser und niedrigem Preis und weichem Wasser und höherem Preis gibt. Die Verantwortlichen der Idee Gemeindewerke hatten die Vision hartes Wasser zum Preis von weichem zu verkaufen. Ein Gewinn für die Bürger ist dabei nicht zu erkennen, vielleicht aber in Hinblick auf kommunale Wertschöpfung, oder besser Abschöpfung.

Um es noch einmal zu verdeutlichen, die Grünen halten die einvernehmliche Rückgabe der Konzession der Gemeindewerke an die Gemeinde für die Lösung der Wasserfrage. Damit würde der Weg eröffnet, die Beibehaltung des weichen Wassers dauerhaft zu sichern. Nebenbei würden Schulden vermieden und Ressourcen geschont.