Pressemitteilung 23.09.2014
2012 schon intensive Bebauung des Lohofareals geplant

Wer die Ziele der Gemeinde in Sachen Lohof bei den aktuellen Verhandlungen mit dem Investor festgelegt hat, ist für die Grünen ungeklärt, insofern ist das Ergebnis auch fragwürdig.

Der Bürgermeister lässt im Artikel des Soester Anzeigers darstellen, dass auch bei der Umsetzung der goldenen Lösung der Grünen die Wirtschaftgebäude des Lohofes abgerissen würden. (Nutzung des Vorkaufrechtes) Bezüglich des Zustandes der Wirtschaftsgebäude spreche dieses Gutachten eine sehr deutliche Sprache, so seine Begründung.

Um den Zustand der Gebäude zu beurteilen haben die Beteiligten der goldenen Lösung nur das Wertgutachten und keine Inaugenscheinnahme als Grundlage, im Gegensatz zum Investor Schädel. Selbst dieses Wertgutachten stellt das größte Wirtschaftsgebäude als noch zufrieden stellenden Eindruck machend, dar. Den Eindruck, den der Bürgermeister vermittelt, dass sowieso alle Wirtschaftsgebäude abgerissen werden, egal wer auch immer Eigentümer ist, ist auch auf Grundlage dieses Gutachtens nicht richtig.

Was von diesem Gutachten zu halten ist, muss jeder für sich entscheiden. Im Mai 2012 wurde das gleiche Gelände mit den gleichen Gebäuden vom gleichen Gutachter mit einem Wert von ca. 1,5 Mio. € bewertet. Gut ein Jahr später (Oktober 2013) wurde ein Wert von 0,28 Mio. € ermittelt. Grundlage der Wertminderung ist die Annahme, dass eben keine intensive Bebauung stattfindet.

Weiter ist dem Gutachten ist zu entnehmen, dass in 2012 eine intensive bauliche Nutzung des Areals vorgesehen war. Ein Investor hatte für die Lohoffläche und die angrenzende nördliche Streuobstwiese einen Bebauungsvorschlag vorgelegt. Diesem Plan wurde mit Wohlwollen von Politik und Verwaltung begegnet, so die Darstellung im Gutachten. Vor diesem Hintergrund wird verständlich, warum die große Baukoalition keine Möglichkeit für die Umsetzung der goldenen Lösung der Grünen bezüglich des Lohofes erkennen konnte. Nun soll nach Verhandlungen genau diese intensive Bebauung dann doch möglich sein. Den Schaden hat hier wohl die ehemalige Eigentümerin. so Karl Rusche der Fraktionsvorsitzende der Grünen. Die Pressemitteilungen sind auch unter: gruene-bad-sassendorf.de einzusehen.

Im Übrigen ist Denkmalwürdigkeit nicht an den Erhaltungszustand gekoppelt. Wenn die Gemeinde den Denkmalschutz betreffend sich so positioniert, dass die Auffassung des Denkmalamtes entscheidend ist, wird deutlich, dass sie vermeidet sich für den Denkmalschutz und die Empfehlungen des Denkmalbeauftragten Herrn Simons von Bockum gen. Dolffs zu engagieren.