Leserbrief
Lohof ganz unter Denkmalschutz

Bei der Fülle an Informationen an diesem Abend sind einige Aspekte, die ich für wesentlich erachte bei der Berichterstattung etwas kurz gekommen.

So erläuterte der Denkmalbeauftragte der Gemeinde, Herr Simons von Bockum-Dollfs, den Anwesenden, dass nach dem Bescheid der vorläufigen Unterschutzstellung das gesamte Lohofareal unter vorläufigen Denkmalschutz stehe. Der Tenor sei hier entscheidend und darin werden die Flurstücke benannt die unter vorläufigen Denkmalschutz gestellt sind. Der Lohof sei der letzte Schulzenhof der gebaut wurde, da nach Beginn des Ersten Weltkrieges kein weitere errichtet wurde. Insofern stelle der Lohof den Schlusspunkt einer Jahrhunderte dauernden Entwicklung dar.

Ein weiterer Beitrag eines Anwesenden thematisierte die Vorgänge um den Verkauf bzw. die Wertgutachten, die vom Soester Amtsgericht im Rahmen der Zwangsversteigerung erstellt wurden. Das erste Gutachten ermittelte einen Wert von ca. 1,6 Mio. € mit der Begründung, dass Bebauung möglich sei. Das zweite vom gleichen Gutachter erstellte Gutachten ermittelte ein Jahr später einen Wert von 0,28 Mio. € mit der Begründung, dass keine Bebauung möglich sei. Nun wird allerdings genau über eine Bebauung des Lohofes nachgedacht.

Deutlich wurde bei der Veranstaltung, dass die Bürger an der Zukunft und dem Erhalt des Lohofes interessiert sind. Ein Besucher der Informationsveranstaltung fragte, was werden wir unseren Enkeln vererben, wenn alles zugebaut wird.