Leserbrief
Doppelmoral bei der SPD?

Der ehemalige Ratsherr der SPD, Herr Dr. Rux argumentiert in seinem Leserbrief vom 25.2.2015, dass ein Mitglied der Initiative Bürgerwasser die Gelegenheit gehabt hätte, sich im Aufsichtsrat der Gemeindewerke für den Verbleib des weichen Soester Wassers in Bad Sassendorf einzusetzen und davor gekniffen habe.

Als Mitglied dieses Gremiums ist man dem Wohle der Gemeindewerke verpflichtet und nicht dem Wohle der Bürger und das könnte in diesem Fall ein Widerspruch sein. Bei der Übertragung der gleichen Verantwortung (Aufsichtsratmitglied) bei der Holding an die gleiche Person, an mich, hat die große Koalition von CDU, SPD, FDP und BG gekniffen. Das machen wir wie immer, Verantwortung, nur da wo wir wollen. Auf der einen Seite die Verantwortung verweigern und gleichzeitig das Ablehnen von Verantwortung bemängeln. Glaubwürdig wirkt die Argumentation nicht, es wirkt eher so, als ob sich jemand mit Herabwürdigung anderer selbst erhöhen möchte.

Nur eine Einthemenpartei wurde an den Grünen bei der Gründung des Ortsverbandes von Herrn Dr. Rux noch bemäkelt (Wasserfrage). Nun gefällt ihm die Bandbreite der Themen auch nicht und Korruption hält er wohl für eine esoterische Volkloreveranstaltung.

Das die Verantwortung, die von Seiten der Grünen, bei der Aufdeckung von vielen Ungereimtheiten in der Gemeinde zu beobachten ist, nicht von der SPD wahrgenommen wird, ist allerdings kein Wunder. Das hätte sie schon jahrelang machen können, sich aber wohl nicht getraut oder nicht genau hingeschaut. Mal sehen ob sich das bessert.

Mit Diskreditierung des Mitbewerbers in politischen Raum hat man ja als Etablierter gute und ausgiebige Erfahrung, wie man bei der Wahl zu den Drittorganisationen sehen konnte. Als im Bauausschuss am 10. Februar im Rahmen der Einwohnerfragestunde eine Frage zum Stand der Verhandlungen in der Wasserfrage von Seiten eines Grünen gestellt wurde, hat der Vorsitzende, der gleichzeitig auch Aufsichtsratsvorsitzender der Gemeindewerke ist, die Frage entgegen den Regelungen der Geschäftsordnung der Gemeindegremien nicht zugelassen.

Wer glaubt dass man so das Thema los wird, täuscht sich.