Leserbrief
Der Bürger zahlt Lehrgeld, nicht die CDU

In der andauernden Diskreditierung der Grünen Bad Sassendorfs, die auch vor Verleumdung nicht halt macht, wird ein neues Kapitel geschrieben.

Der Lokalredakteur stellt im Artikel vom 28.03.2015 dar, dass einer CDU Ratsfrau offensichtlich der Kragen platzte. Spontan las sie dann vom Zettel ab.

Aber geht es der CDU wirklich darum oder um etwas anderes? Klassischerweise macht man einen Konflikt auf um abzulenken, so wie hier. Mit der Kritik bezüglich Hausaufgaben überlagert die CDU z.B. die eigene Kehrtwende in der Wasserfrage. Der Lösungsvorschlag der Grünen, die einvernehmliche Rückgabe der Konzession, wird nun umgesetzt. Diesen Erfolg der Idee der Grünen kann man natürlich von Seiten der CDU nicht stehen lassen. Deshalb wird die öffentliche Beschäftigung damit möglichst kurz gehalten und überlagert. Mittwochabend werden die Fraktionen nichtöffentlich von der Verwaltung über den Sachstand informiert, Donnerstagmittag gibt es dann schon einen Antrag der Fraktionen, ohne Einbindung der Grünen versteht sich, damit man sich selbst für die Lösung der Wasserfrage rühmen kann. So schnell kann es gehen.

Die Rückgabe der Konzession kommt nur deshalb zum Tragen, weil keine Gewinne mit dem Wasser erzielt werden. Damit ist klar, dass die Kostenschätzung der Gemeinde beim Bürgerbegehren fehlerhaft war. Die Gemeinde wird sicherlich beim Berater keinen Schadensersatz fordern, der hat ja das gewünschte Ergebnis geliefert und der Bürger bezahlt und alles ist natürlich nur zu unserem Besten.

Auch vom Lohof muss abgelenkt werden. Der Kommissar ermittelt im frei erfundenen Kapitaldelikt, bei dem Verleumdung von ungenannten Ratsherren mit großzügiger Unterstützung der Lokalpresse betrieben wird.

Auf dem Lohof wurden laut Gemeinde angeblich mit Genehmigung der unteren Landschaftsbehörde (uLB) Gehölze entfernt. Erstaunlich nur, dass die uLB eine Woche nach der Fällung keine Kenntnis über den Umfang der Fällungen hatte, die sie doch angeblich genehmigt hatte (19.01. bzw. 27.01.2015).

Als Hausaufgabe hat die Blockpartei (CDUSPDFDPBG) dann für einen 10% Preisrabatt beim Wasser für die Gemeinde und die Unternehmen, an denen sie beteiligt ist, gesorgt. Der Rabatt ist wichtiger als die Versorgungssicherheit, wie an der Gewichtung der Vergabekriterien für die neue Wasserkonzession deutlich wird. Im Ergebnis werden die Bürger auch noch für ihr Engagement in der Wasserfrage bestraft und das Lehrgeld müssen sie anstelle von CDU und co. bezahlen.

Eine der bestgeübten Disziplinen der Blockpartei ist vermutlich Ablenken und Diskreditieren, mal sehen was als nächstes kommt.